RED.2021.09.02

COVID-19 Schutzimpfung - "dritter Impfstich"

Ergeht an alle niedergelassenen und gemischt tätigen Ärztinnen und Ärzte


Sehr geehrte Frau Kollegin,
sehr geehrter Herr Kollege,

nach den Empfehlungen des Nationalen Impfgremiums (NIG) sollen die COVID-19-Auffrischungsimpfungen noch im September starten. Die Voraussetzungen dafür sollen demnächst endgültig fixiert werden:

- die Aufklärungsbögen sind seit kurzem aktualisiert (hier geht es vor allem um den Hinweis, dass es sich bei der Auffrischungsimpfung derzeit um einen vom NIG empfohlenen, aber noch off-label-use handelt), 
- die Eintragungsmöglichkeit im e-Impfpass ist noch nicht bei allen Arzt-Software-Anbietern technisch umgesetzt, soll aber bis 17.9.2021 komplett umgesetzt sein,
- das Impfhonorar für die Impfungen in den Alten- und Pflegeheimen soll aufgrund der gerade zwischen ÖÄK und BMG abgeschlossenen Verhandlungen in den Impfstraßen und APHs weiterhin € 150.-/Stunde betragen, in den Ordinationen € 20.-/Impfung; die dafür
  erforderliche gesetzliche Regelung soll in den nächsten Wochen umgesetzt werden.

Daher gehen wir von einem baldigen Start aus. 

Alten- und Pflegeheime:
Das NIG empfiehlt für bestimmte Personengruppen, darunter auch Bewohner in den Alten- und Pflegeheimen, bereits eine Auffrischungsimpfung 6 - 9 Monate nach der vollständigen Immunisierung. In OÖ sollen die Impfungen am 7.9.2021 starten. Die Alten- und Pflegeheime werden den benötigten Impfstoff direkt bestellen und für die Durchführung der Impfungen auf die Ärztinnen und Ärzte zukommen, welche auch die Erst- und Zweitimpfungen durchgeführt haben.

Risikopatienten; Über 65 Jährige; Personen die 2 Dosen Vaxzevria (AstraZeneca) erhalten haben:
Diese Gruppen sollen nach der Empfehlung des NIG ebenfalls 6-9 Monate nach der vollständigen Immunisierung die Auffrischungsimpfung erhalten. Für diese Gruppen stehen alle Impfmöglichkeiten offen: Impfstraßen (in etwas geringerem Ausmaß als im Frühjahr), Ordinationen, Pop-Up-Aktionen ohne Anmeldung. Das Land hat heute darüber die Medien informiert. Daher ist damit zu rechnen, dass Patienten wegen einer Terminvereinbarung für die Impfung demnächst auf die niedergelassenen Ärzte zukommen werden.

Ärztinnen und Ärzte sowie Ordinationspersonal
Für das Personal im Gesundheitsbereich empfiehlt das NIG eine Auffrischung 9-12 Monate nach der vollständigen Immunisierung – ausser jemand ist Risikoperson, über 65 oder mit Vaxzevria (AstraZeneca) geimpft (sh. oben). Aufgrund des nun ausreichend verfügbaren Impfstoffs wird es kaum Bedarf für eine gesondert organisierte Impfaktion für die Gesundheitsberufe geben. Es stehen die Impfstraßen mit der auch bisher genutzten Buchungsplattform zur Verfügung (www.ooe-impft.at), es gibt die Impfmöglichkeiten in vielen Ordinationen und es gibt noch die Pop-Up-Impfaktionen ohne Anmeldung. Darüber hinaus werden von den Krankenhäusern für deren Personal Impfaktionen angeboten werden. Auch die Zahnärzte werden von der Zahnärztekammer über diese Vorgangsweise informiert. 
Wir ersuchen alle Ordinationen, Impfanfragen von ärztlichen Kolleginnen und Kollegen, von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern anderer Ordinationen sowie von Zahnärztinnen und Zahnärzten wohlwollend aufzunehmen und nach Möglichkeit eine Impfung anzubieten

Andere Personengruppen 
Für unter 65-Jährige, die mit einem mRNA- Impfstoff geimpft wurden und nicht zu besonderen Risikogruppen zählen, wird eine Auffrischungsimpfung erst 9-12 Monate nach der Zweitimpfung empfohlen, weshalb bei diesen noch kein unmittelbarer Handlungsbedarf besteht.

Wir sind stolz, dass bisher so viele Impfungen in den Ordinationen durchgeführt wurden und wir setzen gemeinsam mit dem Land auch für die Auffrischungsimpfungen auf die Organisationskraft der Ordinationen. Alle bereits registrierten Impfordinationen wurden direkt über die Bestellmöglichkeit im Impf-e-Shop der BBG informiert, und laufend registrieren sich noch weitere als Impfordination.

 

Kollegiale Grüße
Dr. Peter Niedermoser, Präsident der Ärztekammer für Oberösterreich
MR Dr. Claudia Westreicher, Vizepräsidentin der Ärztekammer für Oberösterreich
OMR Dr. Thomas Fiedler, Kurienobmann der niedergelassenen Ärzte
OMR Dr. Wolfgang Ziegler, Kurienobmann-Stellvertreter der niedergelassenen Ärzte

 

Weitere Informationen:

Empfehlungen des NIG
Aktuelle Aufklärungsbögen
Update: COVID-19 Schutzimpfung („dritter Impfstich“)


RED.2021.04.12

Die neue "OÖ Ärzte" ist da!

Die neue OÖ Ärzte ist da, das Magazin der Oberösterreichischen Ärztekammer. Diesmal lesen Sie alles über die geförderte „Kinder-Lehrpraxis“ – Oberösterreich nimmt hier einmal mehr eine Vorreiterrolle ein! Und Sie erfahren Neues für Gerichtsgutachter, erhalten zudem Infos zu den Beiträgen zur Wohlfahrtskasse und lesen über Parteistellung im Apothekenrecht. 
Hier geht´s zur neuen Ausgabe: https://bit.ly/2Q41jS8

RED.2021.03.11

Kundmachung der 3. Novelle zur 4. COVID-19-Schutzmaßnahmenverordnung

 

Begleitpersonen von Patientinnen und Patienten in Ordinationen und Krankenanstalten

Die COVID-19-Schutzmaßnahmenverordnung wurde neuerlich novelliert. Mit dieser jüngsten Novelle hat sich das Gesundheitsministerium wieder einmal eine besonders praxisfremde Regelung geleistet:

 

In der Novelle ist vorgesehen, dass neben Besuchern auch Begleitpersonen von Patienten in Spitäler und Ordinationen nur eingelassen werden dürfen, wenn sie einen negativen, nicht mehr als 48 Stunden alten Antigen-Test oder einen negativen, nicht mehr als 72 Stunden zurückliegenden, molekularbiologischen Test vorweisen. Bei Kindern, aber auch bei volljährigen Patienten, die zum Arzt- oder Spitalsbesuch unbedingt eine Begleitperson benötigen, ist diese neue Regelung undurchführbar. Sie kommt aber unserer Auffassung nach auch aus rechtlichen Gründen dann nicht zur Anwendung, wenn es sich um unbedingt notwendige Begleitpersonen handelt!

 

Die COVID-19-Schutzmaßnahmenverordnung enthält nämlich eine Ausnahmeregelung: Demnach gelten Betretungsverbote nicht, wenn dies entweder zum Gesundheitsschutz oder zur Kinderbeaufsichtigung notwendig ist. Personen, auf deren Begleitung der Patient unbedingt angewiesen ist, können daher unseres Erachtens nach auch ohne vorhergehende Testung eingelassen werden.

Eine entsprechende legistische Klarstellung wurde von der Österreichischen Ärztekammer auch schon beim Gesundheitsministerium urgiert.

 

Darüber hinaus bleiben insbesondere die Test- und Maskenpflicht für Ärztinnen und Ärzte sowie Ordinationspersonal weiterhin aufrecht. Weiterhin gilt, dass eine allfällig bereits erfolgte COVID-19-Impfung die Testpflicht nicht ersetzt.

 

Eine Befreiung von der Testpflicht gilt nur in folgenden Fällen:

  • Vorliegen einer ärztlichen Bestätigung über eine in den letzten sechs Monaten erfolgte und aktuell abgelaufene Infektion
  • Vorliegen einer amtssignierten Bestätigung über eine in den letzten sechs Monaten erfolgte und aktuell abgelaufene Infektion aus dem Gesundheitsportal oder von der örtlich zuständigen Bezirksverwaltungsbehörde (Bezirkshauptmannschaft bzw. Magistrat des Wohnsitzes)
  • Vorliegen eines Nachweises über neutralisierende Antikörper für einen Zeitraum von 3 Monaten
  • Vorliegen eines Absonderungsbescheides wenn dieser für eine in den letzten sechs Monaten vor der vorgesehenen Testung nachweislich an COVID-19 erkrankte Person ausgestellt wurde.

RED.2021.03.11

e-Impfpass

Aktueller Stand Auszahlung Förderung Softwaretool e-Impfpass

Es ist bisher nur bekannt, dass die Auszahlung über die ÖGK erfolgen soll.

Bezüglich des Procedere, wie und wo der Antrag zu stellen ist, gibt es leider noch keine Details.

Wir sind hier auch laufend im Gespräch mit der ÖGK, aber derzeit warten noch alle auf die Vorgaben des Ministeriums.

 

Korrektur von Fehl- und Mehrfacheinträgen im zentralen Impfregister

Im Rahmen der zentralen Auswertungen, die täglich von der ELGA GmbH durchgeführt werden, sind auch Prüfungen auf Mehrfacheintragungen und auf Plausibilität, wie etwa die Applizierung eines Impfstoffes vor seiner Verfügbarkeit, umfasst. (Die Rechtsgrundlage für die Verarbeitung durch die ELGA GmbH ist in § 27 Abs. 17 GTelG 2012 geregelt.) Diese fehlerhaften Einträge sind von den Verantwortlichen für die Dokumentation zu korrigieren. In den nächsten Tagen werden von der Impfkoordination des Landes Oberösterreich E-Mails an die impfenden Ärztinnen und Ärzte inkl. der ausgewerteten Listen versandt, mit dem Ersuchen, die Fehl- und Mehrfacheinträge zu korrigieren.

 

Eintragungen in den e-Impfpass

Das Land OÖ möchte sich bei allen Impfärztinnen und Impfärzten sehr herzlich für die große Unterstützung bei der Durchführung der COVID-19-Impfungen in Oberösterreich bedanken.

In diesem Zusammenhang bittet das Land OÖ allerdings nochmals darum, dass durchgeführte COVID-19-Impfungen unverzüglich in den e-Impfpass eingetragen werden. 


RED.20210311

Aktuell ausgeschriebene Vertragsarztstellen

Alle Vertragsarztstellen, die von der ÖGK im Einvernehmen mit der Ärztekammer für Oberösterreich sowie in Abstimmung mit den Sonderversicherungsträgern derzeit ausgeschrieben sind, finden Sie unter folgendem Link im Button. Aktuelle Ausschreibungen und Vertragsarztstellen auf einen Blick: